Tiroler Kaiserjäger







Kaiserjägermuseum

Tiroler Kaiserjägermusik

Forte Belvedere

Termine eintragen
Tourist Mobile

  Italiano   English   Deutsch  

Die Geschichte der
Tiroler Kaiserjäger

Die Kaiserjäger wurden von Kaiser Franz I. gegründet, der 1815 anordnete, in Tirol und Vorarlberg ein Jägerregiment aufzustellen. Den Grundstock für das neue Regiment bildete das Tiroler Jägerkorps (Fennerjäger). Welcher Stellenwert dem Regiment von Beginn an zugedacht wurde geht daraus hervor, daß es der Kaiser mit seinem Namen ehrte. Es war das einzige Regiment der gesamten Armee, dem diese Ehre zuteil wurde. Als Gründungstag gilt der 18. Jänner 1816.


Jagdhorn mit Tiroler Adler - das Regimentsabzeichen der Tiroler Kaiserjäger.

Bei dem Regiment konnten im Gegensatz zu den anderen Regimentern nur Tiroler, einschließlich der Welschtiroler und Vorarlberger dienen, dies wurde durch die Beifügung "Tiroler" noch besonders hervorgehoben.

Die ersten Einsätze führten das Regiment 1821 im Rahmen der "Heiligen Allianz" des Wiener Kongresses nach Rieti bei Rom. Auf dem Rückmarsch von dort exhumierten die Kaiserjäger in Mantua die Gebeine Andreas Hofers und überführten sie nach Innsbruck. Sie kämpften 1831 bei Rimini und kamen im Revolutionsjahr 1848 sowie 1859 in Oberitalien zum Einsatz. Im Feldzug von 1866 hatten sie maßgeblichen Anteil am Erfolg. 1878 erfolgte der Einsatz bei der Okkupation von Bosnien und Herzegowina. Im Jahr 1895 wurden aus dem großen Regiment vier Tiroler Kaiserjägerregimenter gebildet.

Zugsführer der Kaiserjäger in Paradeadjustierung
Zugsführer der Kaiserjäger in Paradeadjustierung

Im Ersten Weltkrieg kamen die Regimenter sofort an die russische Front und hatten dort schwere Kämpfe mit hohen Verlusten zu bestehen. Nach der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn wurden die Regimenter an die Südfront verlegt und hielten dort im aufopfernden Kampf ihre Stellungen bis zum Kriegsende 1918. Herausragende Kampforte waren der Col di Lana in den Dolomiten, der Pasubio und die Isonzofront.

Der Tiroler Kaiserjägerbund

Gegründet wurde der Tiroler Kaiserjägerbund 1922 in Innsbruck von den ehemaligen Regimentsangehörigen. Jeder Kaiserjäger konnte unabhängig vom Dienstgrad Mitglied werden. Damals wie heute verschrieb sich der Kaiserjägerbund der Pflege der Kaiserjägertradition, der Kameradschaft, der soldatischen Tradition und Werte, sowie des Schießwesens. Weitere Aufgaben sind die Pflege des Heimatbewußtseins und die Erhaltung des Friedens in Recht und Freiheit, sowie in besonderem Maße die Förderung des Wehrwillens und somit des Österreichischen Bundesheeres. Derzeit umfaßt der Tiroler Kaiserjägerbund 12 Ortsgruppen im gesamten Tirol.

Die Traditionspflege im Bundesheer

Bereits in der Ersten Republik wurde die Traditionspflege der Kaiserjäger vom Tiroler Alpenjägerregiment 12 in Innsbruck wahrgenommen. In der Deutschen Wehrmacht von 1938 bis 1945 wurde die Tradition vom Gebirgsjägerregiment 136 der 2. Gebirgsdivision gepflegt, die großteils an der Eismeerfront kämpfte. Im heutigen Bundesheer sind damit im Rahmen der 6. Jägerbrigade, Kommando in Absam bei Innsbruck, das Jägerbataillon 24 in Lienz für das 1. und 4., sowie das Jägerbataillon 23 in Bludesch für das 2. und 3. Tiroler Kaiserjägerregiment betraut.

Das Museum der Tiroler Kaiserjäger am Bergisel in Innsbruck

Das militärhistorische Museum der vier Tiroler Kaiserjägerregimenter zeigt die Geschichte der Elitetruppe österreichisch - ungarischen Heeres von 1816 bis 1918. Dazu Uniformen, Orden, Waffen und Geräte. Tiroler Freiheitskampf und Andreas-Hofer-Galerie mit Exponaten von 1809. Tiroler Ehrenhalle mit den Ehrenbüchern (Verzeichnis) aller Gefallenen Tirols von 1796 bis 1945.


1. April - 31. Oktober täglich, 9 - 17 Uhr. Führungen nach Anmeldung. Tel. (0512) 582312

Das Buch mit der vollständigen Geschichte der Tiroler Kaiserjäger. Dazu werden Uniformierung, Ausrüstung,
Bewaffnung und die Orden ausführlich behandelt. Erhältlich im Buchhandel, im Kaiserjägermuseum und beim Tiroler Kaiserjägerbund. Auch in italienischer Sprache lieferbar.

Jahresberichte